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Geschichte
von Schloss, |
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| Schloss
Neuburg am Inn war der Regierungssitz der Grafschaft Neuburg, die neben
dem Gebiet der Wittelsbacher, dem Hochstift Passau und der Grafschaft
Ortenburg eines der vier Territorien war, aus denen sich das heutige
Niederbayern zusammensetzt.
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| Um 1050 | wurde die Burg von den Grafen von Vornbach erbaut. Mit dem Aussterben der Grafen von Vornbach |
| 1158 | kam die Burg mit der Grafschaft Neuburg an die Grafen von Andechs. Nach dem Erlöschen des Grafengeschlechts der Andechser fiel die Grafschaft |
| 1248 | an Bayern. Im Spannungsfeld zwischen Bayern, Österreich und dem Hochstift Passau gelegen wechselte die Neuburg in der Folge oft die Besitzer. Ihr heute noch erkennbares äußeres Bild einer spätmittelalterlichen Wehranlage stammt vom Wiederaufbau nach der Zerstörung von |
| 1310. | Durch den Passauer Friedensschluss von 1310 kam die Grafschaft definitiv an Österreich. Durch ständige Verpfändungen wechselte sie immer wieder den Besitzer. |
| 1528 | erhielt Graf Niklas II. von Salm die Grafschaft als Lehen. Er ließ ab |
| 1529 | die Neuburg durch den Passauer Hofmaler und Baumeister Wolf Huber in ein Renaissanceschloss umgestalten. Die Grafen von Salm waren bis 1654 die Inhaber der Grafschaft. |
| 1654 | erwarb Georg Ludwig Graf von Sinzendorf die Grafschaft. Er ließ die Neuburg in ein Barockschloss umwandeln. Die Grafschaft selbst wollte er zu einem merkantil bedeutsamen Zentrum entwickeln (Münzprägung, Gold- und Silberdrahtfabrikation, Salpetergewinnung, Kalk- und Ziegelbrennerei, Tabakanbau, Brauerei usw.). Der Bautätigkeit des Grafen Sinzendorf ist es zu verdanken, dass |
| 1676 | durch den Bau von sieben und 1677 von acht weiteren Häusern die Ortschaft Dommelstadl entstand. |
| 1680 | wurde Sinzendorf wegen Hochverrats, Majestätsbeleidigung und anderer Vergehen angeklagt und aller Ämter enthoben. Die Grafschaft wurde von der Kaiserlichen Hofkammer in Wien eingezogen und |
| 1698 | an den schottischen Grafen Jakob von Hamilton verkauft. |
| 1719 | erwarb sie Carl Joseph Graf von Lamberg-Sprinzenstein, |
| 1730 | schließlich Fürstbischof Joseph Dominikus Graf von Lamberg für das Hochstift Passau, der auch von |
| 1747- 1751 |
die Kirche in Dommelstadl erbaute. Damit gehörte die Neuburg |
| 1803 | bis zur Säkularisation zum Fürstbistum Passau. Durch den Reichsdeputationshauptauschluss von 1803 wurde die Neuburg dem Lande Bayern endgültig zugesprochen und |
| 1806 | an mehrere Privatpersonen verkauft. |
| 1810 | wurde das Schloss durch einen Brand schwer beschädigt. |
| 1908 | verkaufte der Brauer Johann Roas das Schloss an den Bayerischen Verein für Volkskunst und Volkskunde, der die Burg instand setzte und das Schloss nach Abschluss der Renovierung |
| 1922 | dem Künstlerunterstützungsverein München als Schenkung überließ. |
| Seit 1982 |
stand die Neuburg leer und drohte zu verfallen. |
| Ab 1983 |
führte der Bezirk Niederbayern Erhaltungsmaßnahmen an der Burg durch |
| 1986
- 1988 |
erbaute der Landkreis Passau in der Vorburg den "Landkreissaal". |
| 1989 | begann der Verein "Begegnungszentrum der Wissenschaft auf Schloss Neuburg a. Inn" mit dem Ausbau des Mälzereigebäudes für Unterkunftszwecke. |
| 1996 | erwarb der Architekt Tilmann Ott auf Erbpacht die Hoftaferne, renovierte sie denkmalgerecht und eröffnete ein erstklassiges Restaurant. Auch baute er in die Vorburg ein 4-Sterne-Hotel ein. Seit |
| 1998 | ist der Landkreis Passau Besitzer der Burg und führt weitere Renovierungsarbeiten in der Schlosskapelle und der Hauptburg durch. Die Burg mit Hoftaferne dient als internationales Begegnungszentrum für die Universität Passau, als Tagungsstätte für den Kreistag von Passau, als Galerie für den Landkreis und für kulturelle, wissenschaftliche, bildende, gesellschaftliche und private Anlässe. |
| Der Ort Neukirchen am Inn, der in mittelalterlichen Urkunden "Neukirchen in foresto", d.h. Neukirchen am Wald genannt wird, gehörte zur Graftschaft Neuburg am Inn, sodass auch seine Geschichte sehr eng mit der von Neuburg am Inn verknüpft ist. | |
| 1189 | wurde das Kirchlein zu Schönau (bei Neukirchen) zur Filialkirche des Klosters Vornbach, mit Verleihung des Tauf- und Begräbnisrechtes, erhoben. |
| 1297
- 1488 |
erfolgte
der Neubau der gotischen Kirche und der Anbau in der heutigen Form. (s. auch Internetseite der Pfarrei Neukirchen am Inn) |
| 1972 | Gebietsreform in Bayern: Die Gemeinden Neukirchen am Inn (1719 Einwohner), Neuburg am Inn (1078 Einwohner), ein Großteil der Gemeinde Eglsee und der Weiler Niederreisching aus der ehemaligen Gemeinde Engertsham (zusammen 279 Einwohner) wurden zur Gemeinde Neuburg am Inn mit dem Sitz in Neukirchen am Inn zusammengeschlossen. Die Gemeinde liegt einwohnermäßig im Mittelfeld der 38 Gemeinden im Landkreis Passau, ist 41 Quadratkilometer groß und gehört zum Regierungsbezirk Niederbayern, Planungsregion 12 Donau-Wald im Bundesland "Freistaat Bayern" und zur Inn-Salzach-Eurogio. |
| Beschreibung des Wappens: | |
Über grünem Dreiberg stehen links auf rotem Grund ein gewendeter silberner Bauer mit Stulphut und Schaftstiefeln, der in der linken Hand drei goldene Ähren hält; und rechts auf silbernen Grund ein roter Greif. Der Inhalt des Wappens begründet sich historisch wie folgt: Das gesamte Gebiet unserer Gemeinde gehörte geschichtlich zur alten Grafschaft Neuburg a. Inn. Die Burg wurde von den Grafen von Vornbach gegründet, die im 11. Jahrhundert ihr Stammschloß Vornbach in ein Kloster umwandelten und nach Neuburg a. Inn umzogen. Die Grafen von Vornbach haben wahrscheinlich in ihrem Wappen einen Greif mit Hasen geführt. Der Greif, der bis 1803 auch das Wappentier des Benediktinerklosters Vornbach war, ist in geminderter Form (ohne Hasen) in das neue Gemeindewappen übernommen worden. Er soll auch darauf hinweisen, daß das Kloster Vornbach das Gemeindegebiet kirchlich betreute. Der Bauer im vorderen Teil ist aus dem Wappen der ehemaligen Gemeinde Neukirchen a. Inn übernommen worden. Es erinnert an den Abt Benedikt Höchpauer des Klosters Vornbach, der dem Stift von 1624 bis 1645 vorstand und mit dem Neubau der Klosterkirche begann. Er war ein Bauernsohn aus Neukirchen a. Inn und führte in seinem Wappen den Bauern, der je drei goldene Ähren in beiden Händen hielt. Die Spaltung des Wappens symbolisiert, daß die heutige Gemeinde aus den ehemals selbständigen Gemeinden Neuburg a. Inn, Neukirchen a. Inn und Teilen von Eglsee und Engertsham gebildet wurde. Die Farben Silber und Rot sollen daran erinnern, daß die Grafschaft Neuburg a. Inn vom 13. Jahrhundert bis zum Jahre 1803 unter österreichischer Landeshoheit stand. Der grüne Dreiberg im Wappen weist auf die Lage der Gemeinde über dem Inn und auf den Neuburger Wald hin. |
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